la songeuse invisible...
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Ein einsamer Sonntag...

Ich komme mir vor, wie in einem Film.... mit dieser charakteristischen Ich-Erzähler-Stimme, die mit allem nichts zu tun haben scheint... oder mir irgendwelche Ratschläge geben will, mir Weisheiten und Floskeln der Selbsterkenntnis an den Kopf haut, wie ich mein Leben besser meistern könnte...

à la: Du musst sie vergessen. Du machst dich kaputt, wenn du weiterhin so auf sie fixiert bist. Du kennst sie ja noch nichtmal. Ihr würdet auch überhaupt nicht zusammenpassen, ihr lebt in zwei völlig verschiedenen Welten.

 Tja, das alles ist nicht ganz einfach, das stell ich jeden Tag auf's Neue fest. Ich fühle mich ein bisschen fallen gelassen, verarscht und noch dazu sowas von naiv. Ich muss zugeben, ich habe nicht das größte Selbstwertgefühl. Auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass ich nett bin, nicht hässlich und wahrscheinlich auch nicht zu langweilig bin. Nur bisher hat das eben kaum jemanden interessiert. Näher gesagt, kaum jemand hat sich für mich interessiert. Und dann kommt da so eine daher und meint, sie mag mich. Ich laube ihr. Ich glaubte an sie und ab und zu auch an ein "uns" (wenigstens freundschaftlich). Die Zeit des Schreibens wahr schön.... Ich hab mich das erste Mal so richtig gemocht gefühlt. Und gebraucht. (Auch wenn wir noch nicht einmal miteinander gesprochen haben).

 

Und genau hier kommt meine grenzenlose Naivität ins Spiel. Wieso hab ich ihr geglaubt, ihren Worten, ihren Kurznachrichten, ihren E-Mails. Ich habe sie von Anfang an viel zu wichtig genommen. Ich meine, bedeutet hat sie mir schon was, das kann ich nicht abstreiten. Das lässt sich auch kaum vermeiden, wenn man mit einer Person über alles, wirklich alles, spricht, was einen bewegt und beschäftigt, bedrückt und nachts nicht schlafen lässt oder traurig macht. Und das war beiderseits, hatte ich jedenfalls das Gefühl.

Von etwas Ernsterem bin ich nie ausgegangen. Alles, was ich wollte, war mal ein Treffen, mit einer netten Unterhaltung, ein bisschen was trinken und das war's. Wovor hatte sie Angst!? Sie meinte mal: "Du wärst eine Person, in die ich aufrichtig Gefühle investieren könnte. Die Betonung liegt auf "könnte"." Danach hätte doch für mich alles klar sein müssen....

Warum muss es immer so schwer sein!?  Oder ist irgendetwas vorgefallen, warum sie seit dem Sommer so vollkommen anders zu mir ist, sich manchmal tagelang nicht meldet. Oder mich einfach mal ignoriert. Ich weiß es nicht. Ich bin ihr halt egal. Und ich glaube, das ist das Schlimmste.

Jaja, die Metapher mit dem Spiel, was wir uns so toll ausgedacht hatten..... Wir befinden uns in der gleichen Sportart. Ich spiele seit kurzer Zeit in irgendeiner Kreisklasse oder eine Stufe höher, sie allerdings schon ewig in der 1. oder 2. Bundesliga. Für mich würde natürlich eine geringe Möglichkeit bestehen, durch Üben und viel Zeit und Anstrengung, in die nächsten Ligen aufzusteigen, mich immer weiter hochzuarbeiten, viel zu investieren und in Bewegung zu setzen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich überhaupt in die Bundesliga gehöre. Und erst recht nicht, wie die Bundesligavereine reagieren würde, wenn da plötzlich eine Mannschaft ursprünglich aus der Kreisklasse mit ins Spiel kommt! Was hält die Bundesliga von diesen „aufsteigenden“ Mannschaften? Sind sie berechtigt so weit hoch gekommen?

Für mich steht nichtsdestotrotz fest, dass ich eventuell „meine“ Sportart gefunden habe, das Spielen gefällt mir sehr und ich fühle mich wohl dabei. Nur eine kleine Herausforderung sollte schon irgendwann mal drin sein. Und man muss ab und zu die Gelegenheit haben richtig spielen zu können! Da ist es an sich egal, ob nur aus der gleichen Liga oder eine darüber, nur es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sich ein Bundesligaverein dazu herablässt mit einem mittelmäßigen Kreisklassenteam zu spielen......

Ich sollte mich wahrscheinlich erstmal in meiner Klasse umschauen... Wer weiß, ob sie mich überhaupt glücklich hätte machen können. Ich verstehe trotzdem nicht, wie sehr einem ein Mensch so plötzlich egal sein kann, dem man kurz vorher noch mehrfach beteuert hat, dass man ihn mag und dass sich eventuell ja mal was entwickeln könnte. Okay, sie war vielleicht nicht immer ehrlich. Und ich will sie nicht dazu bringen, sich festlegen zu müssen oder zu bverbiegen. Nur ich fühle mich gerade nur total verarscht und naiv. Sie hat mir meine Hoffnung auf eine positivere Zukunft, als ich sie mir ausmale, bestärkt und dann wieder zerstört. Mein Glaube an die Liebe ist ein wenig erschüttert. Gibt es sowas überhaupt wirklich, ich weiß es nicht..... Selbst wenn, hätte ich dann jemals die Chance dazu?

Ja, ich bin unzufrieden mit meinem Leben. Was Schule und Studium betrifft, kann ich mich nicht beklagen. Aber in allen anderen Bereichen läuft es mehr als miserabel. Ich träume von einem großen Freundes- und Bekanntenkreis, mit dem man viel unternehmen kann, spontan wegfahren kann oder alle möglichen verrückten Sachen anstellen kann. Außerdem von ein paar wenigen, guten Freunden, denen ich absolut vertraue und wo auch diese gewisse Vertrautheit da ist. Und dann von einer tollen WG, in der man abends einen gemütlichen, kuscheligen DVD-Abend machen kann oder einfach mal bis in die Nacht rein bei eine Gläschen Wein sitzen kann und über Gott und die Welt quatschen kann.

An die Liebe will ich hierbei gar nicht erst denken. Da bin ich momentan sowieso viel zun deprimiert und hoffnungslos, zum Teil auch einfach verzweifelt. Nur ich kann nichts Falsches an mir entdecken. Jedenfalls nichts sooo Gravierendes. Ich sollte mir irgendwie meinen positiven Glauben an das Gute erhalten. Ich habe zwar keine Ahnung, wie, aber solange ich noch Ziele, Wünsche und Träume habe.....bin ich nicht ganz verloren. Ich könnte mehr weg gehen (schwierig, mit so wenigen Bekannten hier...) oder viel mehr unternehmen, mehr Leute im Netz anschreiben und mich mit ihnen treffen. Und mal mit alten Sachen, die mir nicht gut tun, abschließen. Ob ich ihr sagen sollte, dass sie mir manchmal weh tut!? Würde sie das so verstehen oder wenigstens nachvollziehen können? Sie denkt über Internetbekanntschaften anders als ich. Ich nehme mal an, ich werde ihr nie irgendetwas bedeutet haben. Es ist halt nur schade, ich habe an sie geglaubt, und auch einmal an mich. Und sie war mir wichtig. Ich habe sie wirklich sehr gemocht. Dennoch hat das anscheinend nicht gereicht, nicht einmal für eine mittelmäßige Freundschaft. Vielleicht ist/war sie es auch gar nicht wert.....

So, nun fühle ich mich wieder ziemlich mies. Und der Abend scheint auch nicht besonders besser zu werden. Also wird es wieder Zeit für Herrn Damien Rice....

 

15.10.06 17:22
 


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